
Taxi- Sternfahrt in Berlin Berliner Taxler demonstrierten gegen Flughafengebühren, unterschiedliche Tarife und für eine stärkere Ordnungsbehörde
Berlin- Rund 650 Taxen waren dem Aufruf aller sechs Berliner Gewerbeverbände gefolgt und nahmen an einer Droschken- Sternfahrt durch die Hauptstadt teil, die über drei Routen zur Siegessäule und von dort weiter zur Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor führte.Zuvor hatten die Kutscher an den beiden Berliner Flughäfen und am Hauptbahnhof etwa eine Stunde lang die Fahrgastaufnahme verweigert. Alle Gewerbevertretungen waren sich einig in der Forderung nach der Abschaffung von Taxigebühren auf Flughäfen und an Bahnhöfen und Messen und hatten dazu die Proteste gemeinsam organisiert. Aktueller Anlass: Auf dem neuen Hauptstadtflughafen, der am 3. Juni seinen Betrieb aufnehmen soll, werden nach dem Willen des Flughafenbetreibers 1,50 Euro je Fahrgastaufnahme fällig. Damit soll die Infrastruktur für die Taxen re-finanziert werden. Zugleich galt der Protest der im vergangenen Jahr neu gewählten Berliner Landesregierung, die in ihrem Koalitionspapier zugesagt hatte, den Einbau von Fiskaltaxametern zu finanzieren und das LABO, die in Berlin für das Gewerbe zuständige Ordnungsbehörde, personell zu verstärken. Hier mahnten die Gewerbevertreter die fällige Umsetzung an.
Der Verkehr in Berlin lief trotz der Proteste erstaunlich störungsarm, auch die Fahrgäste an den Flughäfen blieben weitgehend gelassen und zeigten teilweise Verständnis für die Taxler. Allerdings folgten nur rund 10% der in Berlin konzessionierten Droschken dem Aufruf zur Sternfahrt. In der Stadt sind über 7.200 Taxen konzessioniert.
Jochen Liedtke

Duelle
…jeder kennt das: Schüsse aus dem Dunkeln, Tiefgaragen, Nächtens in Badeanstalten.
An Duelle denken dabei die Wenigsten. Da war doch mal was vor Ewigkeiten.
Weit gefehlt. Kenner und Bekenner der Szene wissen mehr.
Ein seltener Beleg dieser vom Aussterben bedrohten Gegenmenschlichkeit tauchte jetzt auf, als digitales Dokument. Wird von Laien auch Bild oder Foto genannt.
(Siehe Titelseite dieser Ausgabe, ganz vorne)
Wohl aufgenommen unter noch nicht geklärten Umständen in einer Nische in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg.
Der Verlag hat sich nach abenteuerlichen Verhandlungen die Rechte gesichert.
Doch bevor jetzt wilde Spekulationen und Interpretationen durch die Köpfe schießen… erst mal nüchterne und sachliche Faktensammlung!
Schauen wir uns dazu erst mal die Elemente des Bildes genau an.
Wir sehen eine klassische Duellsituation.
Man erkennt zwei bekannte Personen aus dem Berliner Taxengewerbe.
Rechte Person Gawehn, links Freutel ( beides Vorsitzende….).
Emotionale Fragen, wer überlebt hat, müssen an dieser Stelle zurückgestellt werden.
Der entspannte Gesichtsausdruck beider verleidet zu schneller Fehlinterpretation.
Es kann sich durchaus um besondere Heimtücke handeln (altbewährte Taktik).
Beide haben sich postiert vor der Betriebsfahne einer Funkgesellschaft.
Die Sonne scheint einen der beiden zu blenden. Noch nicht geklärt, welchen!
Wir sehen eine Waffe in Freutels Hand.
Übermächtig tauchen jetzt sachliche Fragen auf.
Hat Gawehn seine Waffe vergessen?
Weiß Freutel das und freut sich schon?
Und weiß Freutel überhaupt, dass Gawehn mehrfacher Preisschütze der U 7 Mannschaft von VEB Krippe Karlshorst war?<
Das nur die drängendsten Fragen der Redaktions- SOKO.
Man entschloss sich, die Auswertung der verdeckt operierenden spezial-fach-sonder-tiefen und gefürchteten Ermittlungstruppe „WSDMW “ (Wir sind dann mal weg, Sonderkommission der Berliner Politik zum An-die-Wand-fahren-lassen des Berliner Taxengewerbes) zu überlassen. Die hatten schließlich eine Lupe!
….. und die Truppe kam zu einem überraschenden Ergebnis: Die Profiauswerter hatten ganze Arbeit geleistet. Der vollständige Auswertungsbericht ist der Redaktion über eine App bei Nebel als Adobe- Datei zugespielt worden.
Staunen und betretenes Schweigen in der Redaktions- SOKO. Der Bericht der SOKO „WSDMW “ kommt zu einer eindeutigen Interpretation der Aufnahme und zeigt auch das ganze Elend, wenn sich Amateure über ein Bild beugen. An dieser Stelle nur mal kurz das Wichtigste aus dem 27-seitigen Bericht, den wir natürlich in seiner gänzlichen Fassung in der nächsten VORFAHRT (Doppelheft) zu veröffentlichen beabsichtigen.
Und nun, Freunde des Gewerbes,…..die wichtigsten Punkte der Analyse:
- 1. Der ausgestreckte Finger von Freutel ist das vertikale Teilstück von T wie Taxameterfiskal, Tatenlose (Politik), Tankrechnung, LTS, Tarife, Tegelmafia, Täuschend echte Taxischeine, Terminal BER, Taxing (engl. anstrengend), Teufelskreis, Trug und Lug, Terufsgenossenschaft und Tunfisch….
- 2. Beide Personen auf dem Bild zeigen das Schultersyndrom (gemeinsam gegen…)
- 3. Scharfe Bügelfalten an Freutels Hose zeugen von erhöhter Aggressivität
- 4. Gawehn ist schwer bewaffnet. Hat Ausbeulungen unter dem Jackett
- 5. Der Hintergrund ist ein Dekor- Vorhang aus 83% Polyester
- 6. Der zu allem entschlossene Gesichtsausdruck Beider belegt, dass man nicht mehr gewillt ist, sich verarschen zu lassen von, und jetzt kommt’s…der SOKO „WSDMW “ !!!
Soweit die wichtigsten Punkte.
Die Redaktions- SOKO war in heller Aufregung, da sich eine gänzlich andere Duellsituation auftat. Zudem waren auf dem Dokument der SOKO „WSDMW“ hastig hin gekritzelte Bleistiftanmerkungen zu erkennen, die auf aufkommende Panik schließen lassen. Oder konnte da einer vor Lachen den Bleistift nicht mehr ruhig halten? Hatten die Profis Angst, dass ihr geheimes Nichtstun auffliegen könnte? Was haben Freutel und Gawehn wirklich vor? Wer sind in der Politik die Hintermänner der SOKO „WSDMW “?
Unsere SOKO bleibt am Ball. Versprochen!
In eigener Sache: Freutel weigerte sich, sein Bild wie gewohnt über dem Intro erscheinen zu lassen. Er möchte unerkannt bleiben. Wir haben Verständnis.
Jochen Liedtke, Chefredakteur


